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...20 Jahre Fan-Club-Freundschaft einmal anders
Von Zorne
Also, da war es am 04.09.2009 endlich soweit. 16.00h an diesem Freitag
war als Treffpunkt am Stadion vereinbart worden, um nach langer Zeit
mal wieder eine Wochenendfahrt mit den Treuen zu verbringen.
Es sollte ins Seenbachtal nach Stockhausen/Grünberg/Mücke
gehen, wo der dort ansässige VfL-Fan-Club, mit dem wir auch schon
eine jahrelange Freundschaft pflegen, Gastgeber eines herausragenden
Ereignisses sein sollte: Wir trafen uns dort mit dem FC-Bayern Fan-Club
Gäuboden um unser 20jähriges Fan-Club-Freundschaftsjubiläum
zu feiern.
Aus einer Schnapsidee von vor Monaten wurde ein immer konkreterer Plan
und unser Vorhaben, das Treffen auf "neutralem" Boden durchzuführen
und gleichzeitig die Bayern mit den Seenbachtalern bekannt zu machen,
kam bei allen Beteiligten so gut an, dass wir alles dingfest machten
und das Wochenende nun kommen konnte.
Ablauf war, dass die Treuen sich schon freitags aufmachen sollten, nach
Ankunft ihr Quartier in einer kleinen Pension in Mücke beziehen
und danach dann mit den Gastgebern in der ortsansässigen privaten
Schnapsbrennerei zum Essen und Feiern verbleiben wollten. Der Samstagmorgen
sollte dann mit einem Frühschoppen und dem Warten auf unsere Gäubodener
Freunde verbracht werden. Nach deren Ankunft und gemeinsamen Frühstück
stand dann ein Miniturnier auf dem Plan und abends gemütliches
Beisammensein mit Spanferkelessen. Sonntags dann erneutes Frühstück
mit Frühschoppen und Abreise gegen 14.00h.
Da waren wir also nun am Bus der nur noch schnell mit den Getränkevorräten
aus der Kühlkammer der VIP-Lounge gefüllt wurde und dann mit
Manni als Fahrer und dem durch gesundheitliche, schwangerschaftstechnische
und berufliche Absagen auf nunmehr 14 reisefreudige Treue geschrumpften
Feierteam in das Wochenende startete. An Bord waren Peter, Martin, Moppel,
Hase, Bomber, Roland, Toddeck mit Iris, Zörnchen mit Karin, Anja
und Roger sowie Michaela und meine Wenigkeit.
Kaum gestartet gerieten wir nach kürzester Zeit in den ersten
Stau und dies sollte sich für den Rest der Fahrt kaum ändern,
unser Plan gegen 19.30h da zu sein geriet immer mehr ins Wanken und
vor lauter Frust wurde immer mehr des köstlichen Fieges vernichtet.
Dies wiederum führte dazu, dass immer öfter, teilweise auch
ohne Rastplatz angehalten werden musste um das unsägliche Abfallprodukt
des Biertrinkens wieder loszuwerden. Ein Teufelskreis!! Aber Manni,
der eine Engelsgeduld und Nerven wie Drahtseile hat brachte uns heil
ans Ziel, und das mit nur ca. 1,5 Std. Verspätung.
Also schnell die Zimmer bezogen und Dank der hervorragenden Organisation
eines Fahrdienstes von Karl-Otto waren wir doch noch fast rechtzeitig
in der Brennerei, wo man schon mit leckerem Braten, Kartoffelsalat und
weiteren Getränken auf uns wartete. Hier tat sich besonders Herrmann
hervor, der auch wirklich jedem den Kirschschnaps des aktuellen Jahrgangs
verabreichte.
So verlief dieser nette Abend mit vielen Gesprächen und noch mehr
Getränken sehr erfreulich und bildete eine tolle Vorbereitung für
das, was da noch kommen sollte. Die einen gingen etwas eher, die anderen
etwas später ins Bett, aber so gegen halb zwei nachts löste
sich dann die Gesellschaft auf und der Fahrdienst brachte alle sicher
zurück zur Pension.
Wo zumindest unsere Nacht um 6 schon wieder zu Ende war, da sich 2
Hunde die in einem Zwinger hinter unserem Fenster untergebracht waren
einen 3stüdigen Wettstreit im "mal sehen wer länger und
lauter bellen kann" lieferten. Also aufstehen, fertigmachen und
runter zur Rezeption.
Dort standen schon die ersten beim Frühstücks-Alster und nach
und nach wurden alle zu Karl-Ottos Kneipe gebracht. Dort warteten wir
in gemütlicher Runde auf unseren Besuch aus Bayern, der mit etwas
Verspätung dann auch eintraf und natürlich überschwänglich
begrüßt wurde. Die Gäubodener kamen standesgemäß
mit Kind und Kegel im riesigen Reisebus und der ein oder andere hatte
sich die Hinfahrt auch schon mit Kaltgetränken verkürzt, sozusagen
damit wir alle auf gleichem Stand sind.
Sie zeigten wie immer großen Einsatz und teilweise wurden die
Leute noch früh morgens von der Dartscheibe weggeholt um ja unser
Großereignis nicht zu verpassen. Entsprechend war natürlich
in diesem Einzelfall die körperliche Verfassung aber man hatte
ja gute Freunde bei sich, die auch beim Aufbauen der Zeltstadt in Karl-Ottos
Garten behilflich waren. (ein Teil der Bayern nächtigte hier, der
andere in einer nahe liegenden weiteren Pension)
Es gab also ein großes Hallo, alle stärkten sich beim hervorragenden
Frühstück und weiteren Erfrischungsgetränken, um dann
langsam den sportlichen Teil des Wochenendes in Angriff zu nehmen.
Schauplatz dieses fußballerischen Leckerbissens sollte der Top-Gepflegte
Rasenplatz in Weickartshain sein, wo nach und nach nun alle Akteure
eintrudelten: Wir, die Bayern und auch die von Karl-Otto zusammengestellte
Mannschaft. Bis zum Beginn wurde die Location gecheckt, die Fahne aufgehängt
und die letzten taktischen Maßnahmen besprochen.
Zu den Spielen selber möchte ich gar nicht allzu viel sagen, außer
dass unsere Mannschaft aufgrund ihrer chronischen Unterhopfung bei gleichzeitiger
Übertrainiertheit beide Spiele unglücklich und äußerst
knapp verlor. Da wir zudem noch einige Verletzungen wie Zerrungen, Lungenrisse
(fühlte sich zumindest so an) und sonstige Erschöpfungszustände
ertragen mussten, kann man doch mit dem erreichten grandiosen 3. Platz
hochzufrieden sein. Zudem trug die Unterstützung der "nicht-aktiven"
(besonderen Dank an die Frauen und Anja und Roger) auch hier zu einem
gelungenen Event bei. Welches im Übrigen auch die örtliche
Presse auf den Plan rief, die dann in vier Zeitungen und im Internet
davon berichtete.
Danach arbeitete der Bringdienst wieder hervorragend und fuhr alle Beteiligten
nach und nach zurück zum "Runden Eck", wo wir auf den
eigentlichen Höhepunkt, das gemeinsame Fest mit Spanferkel und
allen möglichen leckeren Getränken, zusteuerten. Das heißt
nicht alle, 2 Personen wollten den weiten Weg zu Fuß hinter sich
bringen und wurden dabei netterweise von Einheimischen mit Milch und
Katzenfutter versorgt ...
So fanden sich nun alle langsam in der Wirtschaft ein um frischgeduscht
und mit neuen Kräften (hätten wir das Miniturnier nicht gemacht,
wäre hier wahrscheinlich für einige der Samstag schon zu Ende
gewesen) die Party anzugehen.
Karl-Otto und Frau werkelten schon fleißig in der Küche,
als dann endlich alle versammelt waren und sich bunt gemixt an den Tischen
verteilt hatten.
Wir beschlossen die kleine Jubiläumsrede jetzt zu halten und unsere
Geschenke an die Bayern (zur Erinnerung an die 20 Jahre) und an die
Seenbachtaler (zum Dank für alles) jetzt zu überreichen, bevor
es nachher im Trubel untergeht.
Auch Didi fand anschließend einige schöne Worte und übergab
uns ein tolles Andenken an diesen Tag, obwohl Karl-Otto nun schon sehr
auf die Tube drückte, da das Essen wartete.
Es wurde vom Feinsten aufgetischt, das Buffet war extraklasse (Sonderlob
an das Kneipenteam) und alle ließen es sich sichtlich schmecken.
Jetzt, nachdem alle Formalitäten und das Essen erledigt waren ging
man zum "gemütlichen Teil" des Abends über: Es wurden
allerlei schöne Lieder gesungen , allen voran natürlich unsere
Hymne "Oh, wie ist das angenehm" (ich glaube die Gäubodener
singen das jetzt auch immer), und allerlei schöne Getränke
getrunken; unter anderem Cocktails, die deren Mixer dann alle wegen
Ungenießbarkeit doch selber trinken musste. Zudem gab Martin noch
ein tolles Jubiläumsgedicht im Stile seiner Weihnachtserzählungen
zum Besten und es gab eine clubübergreifende Erpressung zu beklagen
(mir wurde zufällig ein Geheimnis der Bayern erzählt und meine
Verschwiegenheit dann mit Bier erkauf t- Skandal
aber lustig. Später
klärte sich dann aber alles auf).
Es gab Armdrückwettkämpfe und Fan-Artikeltauschaktionen. Die
nagelneuen Trinkstiefel unserer Freunde wurden direkt Härtetests
unterzogen, und als ein bekanntes Nagetier mit dem weltbekannten Song
"Hey das geht ab, wir feiern die HALBE Nacht" fast eine neue
Hymne ausgerufen hätte, war der Abend nicht mehr zu toppen.
So klang dieser schöne Tag dann auch langsam aus und alle wurden
in ihre Quartiere gebracht:
Roland und ich trafen in unserer Pension dann noch auf einen Wirt, der
schon eine Grundsatzdiskussion mit Zörnchen über richtige
und falsche Vereine hinter sich hatte und beim letzten Absacker von
mir dann noch die Hundegeschichte vom Morgen zu hören bekam. Irgendwie
gab es hier aber Missverständnisse die dazu führten, dass
Michaela und ich dann am Sonntag schon um halb zehn Besuch von Moppel
und Karl-Otto bekamen, die uns nett wecken wollten.
So fuhren wir dann zum letzten Mal zum runden Eck, nahmen alle zusammen
ein erneut superleckeres Frühstück ein, verabschiedeten dann
die auch recht erschöpften Bayern und genossen die Zeit bis Mannis
Ankunft im Biergarten der Kneipe, tranken mit Herrmann noch einige Schnäpse
also nicht alle, eigentlich nur einer
und ein paar Alster
und traten dann gegen 14.00h die Rückfahrt an.
Hier gab es, bis auf die Comedians der hinteren Plätze, eigentlich
nicht erwähnenswertes zu berichten und so endete unser Wochenendausflug
am Nachmittag in unserer geliebten Heimatstadt.
Ausdrücklich möchte ich mich im Namen des Clubs noch mal
bei Karl-Otto und Theresa für die tolle Organisation von allem
bedanken !! RESPEKT !!!!
Sowie bei allen anderen aus dem Seenbachtal für den schönen
Empfang und die Fahrerei.
Bei Ina für die tolle Bedienung, bei den Pensionswirten für
die Unterkünfte zu Superpreisen, bei Manni von Adami-Reisen für
die Geduld, bei den Bayern fürs Dasein, bei Moppel für die
Organisation und bei allen Treuen fürs Treue-Sein !!!
Also auf die nächsten 20 Jahre !!!!
Ohhhh, wie ist das angenehm !!
Zorne
Die Treuen 1983
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