26.08.05 Ahlen-VfL Bochum

Geplant war eingentlich, mit einem Fanclub aus Dahlhausen die Reise nach Ahlen im Bus anzutreten. Zwei Tage vor Antritt erfuhr ich von Zorne auf der Fanvertreterversammlung, dass uns da jemand übergangen hat und uns nichts anderes übrig bliebe, als mit dem Zug zu fahren.
Kein Sonderzug, umsteigen in Hamm auf der Rückfahrt, späte Ankunft in Bochum...Bock hatten wir da eigentlich nicht drauf. Timo von den "Grauen Mäusen" aber zeigte, dass er manchmal tatsächlich zu gebrauchen ist und organisierte uns kurzfristig einen 20er Bus für kleines Geld. Laune und Vorfreude stiegen.

Treffpunkt war am Kirmesplatz und ich hatte genügend Zeit, mir im Bierkutscher noch ein wenig Mut anzutrinken.
Erste Treue waren bereits anwesend, ich bestellte und als weitere Mitreisende eintrafen, warf ich zur Begrüßung erstmal mein Bier um.
Ansonsten verlief die Wartezeit nicht weiter spektakulär und um 17 Uhr betraten wir unser Gefährt.
Neben mir traten Kasi, Dodo, Rübe (7 €!!!), Zorne, Hase, Lüdi und Roland von den Treuen die Fahrt an. Weiter Mitglieder trafen wir später auf den Plätzen im Stadion.
Ich wusste nicht, dass die Trinkhalle genüber des Kirmesplatzes geschlossen hat und war somit einer von vielen, die ohne Verpflegung einsteigen mussten. Angesichts der angekündigten Staus ein nicht vertretbares Risiko. Also schnell noch bei Penny ein paar Kisten Fiege besorgt und mit lauwarmem Bier konnte es losgehen. Einzig Roland hatte gekühlte Getränke, da er sich das Objekt des Saarbrückener Kühltaschenskandals unter den Nagel gerissen und notdürftig geflickt hatte.
Die Fahrt verlief amüsant, aber nicht übertrieben albern, mit wenigen Erleichterungsstopps und Dank der Anweisungen eines ortskundigen Reiseführers auch nahezu staufrei.
Recht früh erreichten wir so das Stadion, das diese Bezeichnung aber nicht zu 100 Prozent verdient hat — ein besserer Sportplatz halt.
Wir begaben uns in Richtung Eingang für die Inhaber von Sitzplatzkarten. Nachdem wir ewig in der Schlange vor den Kassenhäuschen angestanden hatten, kam jemand auf die Idee, uns an der Seite vorbeizuschieben. Warum sollten wir warten bis jeder ältere Herr ausdiskutiert hatte, ob sein Enkel nun als Kind, Arbeitsloser oder sonstwas den Eintritt zum Vorzugspreis gewährt bekommen sollte.
So ging es dann einigermaßen zügig, schnelle Sicherheitskontrolle und wir waren drin.
So an die 3.000 Bochumer hatten ihren Weg ins Wersestadion gefunden.Eigentlich keine schlechte Zahl, stimmungstechnisch war es allerdings äußerst bescheiden. Auf Ahlener Seite war von unseren Plätzen aus eigentlich auszumachen, ob es da so etwas wie eine Fankurve gibt. Die Bochumer standen ihnen aber zumindest in der ersten Halbzeit in nichts nach. Lediglich im Bereich der Ultras und bei den überdachten Stehplätzen wurde reichlich angefeuert. Zweite Halbzeit war es dann allerdings ganz o.k.
Das Spiel der Bochumer war zugegebenermaßen auch nicht dazu angetan, die Massen in Begeisterungsstürme zu versetzen. Hinten unsicher und vorne Verschwendung größter Chancen (Momo!). So musste man am Ende mit dem 2:2 (Wosz und natürlich wider Edu) zufrieden sein.
Mit fortlaufender Spieldauer zog es mich und einige andere von uns ohnehin immer mehr in Richtung Bier. Naja, Bier ist vielleicht etwas zu viel gesagt. Brinkhoffs aus extrem dünnen Plastikbechern. Nicht lecker, aber im Gegensatz zum Stehplatzbereich immerhin mit Allohol. Das Bild rechts zeigt übrigens Dodo, der offensichtlich die in Uniform gekleideten Schönheiten für Ahlener Maischützenkollegen hielt.
Auf der Rückfahrt war dann bei einigen schon ein leichter Einfluss von Fiege (hui) und Brinkhoffs (pfui) zu bemerken.Die Stimmung war, als hätte der VfL gewonnen...glaub ich zumindest.
In der Heimat angekommen, statten wir Conny einen kleinen Besuch ab. Meine Hoffnungen, das verlorene Handy dort auf mich wartend aufzufinden erfüllten sich leider nicht.
Mit Roland und Kasi? suchte ich noch Haus Hase auf, wo mit mir allerdings nicht mehr wirklich viel anzufangen war. Gut, da war noch was mit meinen Russischkenntnissen, aber das gehört nun wahrlich nicht hierher.

Ein verschwiegenes Law


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