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Das Ende der Sommerpause - jedenfalls für mich. Aufgrund meines
Aufenthaltes in der Sommerfrische, konnte ich den eigentlichen Saisonstart
in Berlin lediglich in einer Kaschemme im Rahmen der Premiere-Konferenz
leidlich verfolgen. Allzu viel verpasst habe ich dabei wohl nicht.
Auch das erste Heimspiel wäre nur schwer pünktlich zu besuchen
gewesen, aber da Bochum gleich eins dieser, von mir weiterhin verteufelten,
Sonntagsspiele erwischte, konnte ich in Ruhe am Samstag die Heimreise
antreten und mich mit leicht mulmigem Gefühl am Sonntag zum Stadion
aufmachen.
Dort angelangt, stellte ich beruhigt fest, dass sich nicht wirklich
viel verändert hatte. Also gab es die üblichen Begrüßungen
und das übliche Bierchen, bevor ich im Stadion auf zwei Neuerungen
traf:
Zwar war unsere üble Beschallungsanlage (noch) nicht erneuert worden,
aber unsere hypermodernen Videotafeln waren installiert. Im Vorfeld
wurden bereits einige Stimmen laut, dass diese wieder ein Schritt in
Richtung zunehmender Kommerzialisierung und somit abzulehnen seien.
Dem gemeinen Fan bringen diese Dinger in meinen Augen auch nicht besonders
viel. Ein paar belanglose Filmchen, ein paar Spielszenen, bei der Mannschaftsaufstellung
kann man jetzt bestaunen, wie unsere Helden aussehen, wenn sie (teilweise
etwas dämlich) in die Kamera grinsen und falls man als Zuschauer
auf der Leinwand auftaucht, bietet sich nun die Gelegenheit, einmal
lustig für die Oma zu winken - wer's braucht, ich brauche es nicht.
Aber wenn sich aktuelle oder potentielle Sponsoren durch das Teil besser
repräsentiert fühlen, ist das sicher in Ordnung. Wir ham gezz
halt auch Video - toll!
Die für mich wirklich wichtige Änderung ist, dass Martin,
der irgendwo im oberen Bereich sitzende Chrisse und ich im Block A nicht
mehr so alleine sind: Vier Treue (Macke, Bomber, Roger, Schweppes) und
einige Bekannte wurden uns vom Vorstand als Geleitschutz zur Verfügung
gestellt und sitzen nun in der Reihe direkt vor uns. Prima! Nicht nur,
dass es immer schön ist, ein paar Freunde und Bekannte um sich
herum zu haben - nein, jetzt bleibt uns endlich die Spannung vor den
Spielen erspart, welche Knallköppe sich diesmal vor uns niederlassen
und uns die Laune verderben werden.
Überhaupt scheint es in Block A zur Zeit so auszusehen, dass nicht
mehr viel Platz für irgendwelches "Fremdvolk" übrig
ist. Offensichtlich ist der Großteil an meist supportwillige Dauerkarteninhaber
vergeben. Neue und mehr Vertreter bereits vorhandener Fanclubs haben
sich ebenso eingefunden, wie neue "freischaffende" VfLer,
so dass es hier für die kommende Saison sehr lustig zu werden verspricht.
Die Ostkurve hat da allerdings noch ein bisschen Nachholbedarf. Die
Stimmung wechselte während des Spiels eher zwischen annehmbar und
ruhig - aber das wird hoffentlich noch besser werden. Die Spieler auf
dem Platz haben auf jeden Fall ihren Teil dazu beigetragen.
Von Beginn an entwickelte sich ein munteres und spannendes Spielchen,
mit vielen Torszenen auf beiden Seiten. Leider konnte der VfL, nach
zweimaliger Führung durch Lokvenc und den besten Mann auf dem Platz
Preuß, am Ende nur einen Punkt auf dem Konto verbuchen. Dies mag
unter anderem auch an den schlechtesten Männern auf dem Platz gelegen
haben - dem Schiedsrichtergespann. Sie verweigerten Leverkusen einen
und Bochum zwei mögliche Elfmeter, vor allen Dingen aber gaben
sie ein astreines Tor von Lokvenc nicht. So kam, was kommen musste:
3 Minuten vor dem Ende nutzte der Gegner die Unkonzentriertheit in der
Bochumer Abwehr zum Ausgleich. Offensichtlich hätte sich da ein
bekanntes Commando-Mitglied aus dem Lande des Europameisters etwas länger
und intensiver dem Linienrichter gegenüber mitteilen müssen.
Vielleicht hätten die Herren in Gelb dann verstanden, wie man in
Bochum zu pfeifen hat.
So gab es mit dem Schlusspfiff zwar einige enttäuschte Gesichter,
alles in allem konnten die gut 26.000 Zuschauer (inklusive des kleinen
Häufleins Leverkusener) aber zufrieden sein.
Auch bei mir wich die Enttäuschung über den späten Ausgleich
einer gewissen Zuversicht, auch in dieser Saison wieder eine tolle Bochumer
Truppe bestaunen und anfeuern zu dürfen. Das Auftreten des Teams
beim ersten Heimspiel gibt zu berechtigten Hoffnungen Anlass.
Am Stadioncenter trafen wir auf den treuen Rest und das Folgende zu
beschreiben, würde dem geneigten Leser keine neuen Erkenntnisse
bringen - also lass ich es.
Es würde mir auch Schwierigkeiten bereiten, zu berichten, mit wem
ich noch bei Conny und Elke war (Lüdi? Kasi?...?) und was wir dort
erlebten. So um 2 Uhr war ich im Bett, das ich beim Klingeln des Weckers
nur schweren Herzens und mit schwerem Kopf wieder verließ. Aber
wie heißt es so schön? Wer saufen kann, kann auch...bla bla
bla.
Ich werde es wohl nie lernen!
Ein unvernünftiges Law
Lars das Law
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