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Der Sieg gegen Wolfsburg und das darauffolgende 2:2 in Gladbach (glücklich,
aber hochverdient) ließen ein zartes Pflänzchen der Hoffnung
auf den Klassenerhalt in mir aufkeimen.
Erwartungsvoll und mit wesentlich besserer Laune als in den Wochen zuvor
verließ ich die Umzugsbaustelle meiner Schwester um mich mit Frau
Law auf den Weg ins Stadion zu machen.
Zuvor statteten wir dem Grummer Stübchen einen Besuch ab, wo eine
Horde Hannoveraner mit Alkohol im Blut und hässlichen Werbekappen
auf dem Kopf nicht zu übersehen waren.
Mit Zörnchen, Toddek, Roland und dem Herrn Präsidenten waren
auch einige Treue zu begrüßen. Rübe (denk an die Pins!)
traf später ein und Martin, der den BoJus einen Besuch in ihrem
neuen Domizil abstattete gesellte sich ebenfalls noch zu uns.
Die Leute von den billigen Stehplätzen verließen uns etwas
früher, während Martin und ich noch auf ein oder zwei Getränke
verweilen konnten.
Im
Stadion war ich doch recht überrascht, dass trotz der misslichen
Lage fast 25.000 Menschen den Weg zum VfL gefunden hatten. Umso erstaunlicher,
als nicht wirklich viele Hannoveraner ihr Team nach Bochum begleiteten.
Verständlich, spielen sie in dieser Saison doch nur noch um die
goldene Ananas.
Im Bild sehen wir übrigens Martins Thailand-Fahne, die von einigen
Experten vor Monaten als die Nationalflagge Hollands identifiziert wurde,
während Martin einer sehr wichtigen Aufgabe nachgeht, nämlich
dem Law seinen Sitz zu putzen.
Die Stimmung war wieder wesentlich freundlicher, als zuletzt. Bezugnehmend
auf die Vorkommnisse vom WOB-Spiel wurde von den Ultras Transparente
am Zaun hochgehalten, die sie als Fußballfans und nicht als Hooligans
auswiesen.
Hier einige Bilder:




Über die erste Halbzeit sollte besser der Mantel des Schweigens
gehüllt werden. Torchancen waren Mangelware und Hannover war, bis
auf den Bochumer Anfangsdruck in den ersten 10 Minuten, eigentlich die
bessere, wenn auch keine gute, Mannschaft.
Zur Pause gabe dann auch einige Pfiffe und zu Beginn der zweiten Halbzeit
gab es nur wenig Änderung. Bis plötzlich aus heiterem Himmel
das 1:0 für uns fiel. Als Torschütze wurde Maltritz angegeben,
es war aber ein Hannoveraner Eigentor.
Hannover hatte in der gesamten zweiten Hälfte keine einzige Torchance
mehr, während Bochum nach dem 1:0 doch noch zu gefallen wusste
und sich den Sieg mit einigen Tormöglichkeiten und z.T. ansprechendem
Fußball verdiente.
Nach dem Abpfiff war ich, im Gegensatz zum WOB-Spiel auch wieder richtig
erfreut. Dank der Gladbacher und Mainzer Niederlagen, sind die Nichtabstiegsplätze
wieder in erreichbare Nähe gerückt. Nur schade, dass die Clubberer
sich am Sonntag haben absetzen können.
Der
Jubel zwischen Team und Fans fiel am Ende etwas reserviert aus. Ob es
an den letzten Geschehnissen lag oder an dem Wissen, dass trotz des
Sieges noch nichts erreicht wurde (insebsondere bei einer Niederlage
in Lautern wird der Drops wohl entgültig gelutscht sein) vermag
ich nicht zu sagen. Aber spätestens nach einem Sieg in der Pfalz
haben wir uns alle wieder lieb, gell?
Nach dem Spiel ging es wieder ins Stübchen, wo die Hannoveraner
noch mehr Alkohol im Blut und immer noch die komischen Kappen auf hatten.
Leider konnte die Grümerbaumer Fraktion unseres Clubs nicht vorbeischauen,
da für sie nach dem Spiel ein gemeinsames "Essen" anstand.
Zorne kommentierte dies treffend, indem er anregte, sich die Teilnehmer
später um 3 Uhr im Tauffenbach zu betrachten, dann würde man
schon sehen, um was für ein Essen es sich handele.
Egal, also keine Grümerbaumer, dafür konnten wir Kasper mal
wieder als immer gern gesehenen Gast in unseren Reihen begrüßen.
Hier versteckt er sich leider und über den Finger wird man noch
sprechen müssen.
Nachdem die anderen Treuen sich recht zeitig auf den Heimweg machten
verließen Martin, Zorne, Kasi meine Frau und ich später die
Lokalität, um den Bochumer Jungen in ihrem neuen Wirtshaus einen
kleinen Höflichkeitsbesuch abzustatten. Leider traf ich kein Mitglied
meiner Verwandtschaft bzw. nahezu Verwandten an. Man erzählte,
sie seien müde oder gar nicht da gewesen oder so.
Aber es gab ja trotzdem ein paar Bekannte, die in eine sinnlose Unterhaltung
verwickelt werden konnten, während meine Angetraute das Tanzbein
schwang.
Was mein Nachbar aus Block A und mein Präsident taten, ist auf
den folgenden Bildern zu erkennen. Während der Präsident sich
sittsam mit der Frau bei einem kleinen Plausch zum Bier traf, ging Herr
Martin mit ihrem Mann gleich ganz anders zur Sache. Die Genehmigung
zur Veröffentlichung des Bildes habe ich mir sicherheitshalber
gleich vor Ort erteilen lassen.


Trotz solch herzlicher Atmosphäre entschieden wir uns bald zum
Aufbruch. Haus Hase war unser nächstes Ziel. Nach einem, vom Präsi
dringend benötigten Boxenstopp, um den schlimmsten Durst zu lindern,
einer kurzen Bahnfahrt und einem kleinen Marsch, auf dem wir mehr schwimmen
als laufen mussten, erreichten wir dieses. Eagles waren da, auch sonst
ein paar Leute, die man vom Sehen kennt und eine Bedienung, die beteuerte,
nix gegen mich zu haben, obwohl sie mir vor ein paar Wochen das Gegenteil
an den Kopf schmiss ("ich kann dich nicht leiden!").
Aber auch hier hielt es die Nomaden des Bochumer Kneipenlebens nicht
lange und bis auf Kasi, der beteuerte uns bald zu folgen, machten wir
uns auf, Conny mit unserer Anwesenheit zu beglücken. Wurde auch
Zeit, denn unsere Klamotten waren gerade halbwegs wieder abgetrocknet.
Aber wat schreib ich hier überhaupt? Hat das was mit Fußball
zu tun? Schaffe ich es so, den Bericht wie versprochen noch am Montag
hochzuladen? Nö, also lass ich es jetzt auch, erwähne noch,
dass ich kurz auf ein paar Drinks verweilte, nicht mehr weiß,
ob Kasi noch nachkam, dass zwei Ladies mich mit Namen begrüßten,
obwohl ich sie im Leben nicht wiedererkannte und ich mit meiner Liebsten
ein Taxi gen Heimat bestieg.
Viel interessanter wäre zu erfahren, was der Rest noch so trieb.
Zumindest Tauffenbach und/oder Zombiekeller dürften es noch gewesen
sein, oder?
Lars das neugierige Law
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