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Da man in der Sommerpause nur die A-Jugend des VfL bewundern konnte
(die allerdings eine grandiose Endrunde zur deutschen Meisterschaft
bestritt), war man sechs Wochen nach dem letzten Saisonspiel in München
einfach fußballgeil.
So fuhr ich diesen Samstagnachmittag mit Reviersport-Ikone Günther
Pohl und seinem Fahre Hannes Kucharsky zum ersten Auftritt der neuen
VfL-Truppe, zum Testspiel beim Kreisligisten Grün-Weiß Selm
(liegt bei Waltrop).
Dort angekommen, wurden wir wie Gott in Frankreich empfangen. Ohne jegliche
Parkausweis wurden wir zum VfL-Spielerbus gelotst, um dann noch von
einem Orner ins Stadion gebracht zu werden...natürlich ohne Eintrittskarte.
Dann musste man die neue Saison erstmal mit einem Bierchen eröffnen.
Man traf Fanlegende Max Kern und noch einige andere Bochumer.
Endlich begann das Spiel, und Christian Fiel schoss, wie es sich gehört,
das 1:0 für den VfL.
Dass unser Holländer im Tor ein Herz für kleine Mannschaften
hat, zeigte er kurz darauf: Er ließ sich auf ein Dribbling mit
dem gegnerischen Stürmer - 20 Meter vor dem eigenen Tor - ein ,
was dann auch zum zwischenzeitlichen Ausgleich führte.
Das ärgerte unsere Profis dann doch irgendwie, und sie schraubten
das Ergebnis zur Pause auf 5:1 hoch.
Positiv in Erscheinung traten dabei besonders Oliseh und Zdebel, die
im Mittelfeld mit Auge und guten Pässen gut harmonierten. Dazu
bemerkte man auch noch Torgefährlichkeit, Schnelligkeit und gute
Technik bei Momo Diabang.
Spaßvogel der ersten Halbzeit war allerdings der Stadionsprecher,
der zwar alle Torschützen richtig durchgab, aber nie die richtige
Minute.
In halbzeit zwo schwanden natürlich die Kräfte der Gastgeber
und der VfL erhöhte bis zum Spielende auf 14:1.
Krönung des Spiels war sicherlich der Stadionsprecher, der im Laufe
der zweiten Halbzeit im Chaos versank. Aus Sicherheitsgründen nannte
er bei weiteren Toren schon gar nicht mehr die Minutenzahlen. Dass er
unseren Hubschrauber nicht leiden kann wurde aber sehr deutlich. Der
schoss nämlich zwei Tore, der verwirrte Sprecher nannte aber jedes
Mal einen anderen Bochumer als Torschützen.
Naja, Schwamm drüber...komm Du uns mal nach Bochum!
Das Positive am Spiel war sicher der Einstand von Diabang, der nicht
nur vier Tore schoss, sondern auch sonst sehr auffällig agierte.
So hört man von den Rängen bestimmt nicht zum letzten Mal
"Momo issen Bochumer"!
Man konnte beruhigt nach Hause fahren, um den Abend im Warsteiner fortzuführen.
Dort wurde mit dem Fanclub der 9. Platz beim Turnier von Block N gefeiert.
Wir sahen uns noch die Pokalauslosung an, was einige sich so zu Herzen
nahmen, dass sie an der theke einschliefen (Toddek, Zorne, wisst Ihr
schon, wo wir spielen?).
Weil alles noch nicht reichte, ging man ins Tauffenbach, wo mit Frank
Heinemann auf die neue Saison angestossen wurde.
Macke
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