16.07.03 Dortmund - VfL Bochum (Ligapokal)


Der neunte Platz der abgelaufenen Saison bescherte uns die Teilnahme am diesjährigen Ligapokal und wie das Schicksal es wollte, sollte das erste Spiel in einem kleineren Stadion in einem der weniger schönen Bochumer Stadtteile stattfinden. Und der Gegner war niemand geringeres als der Vizemeister, äh nein, ach nur der drittplazierte der letzten Spielzeit - die Schwatt-Gelben aus der Nachbarschaft.
Dies bedeutete für unseren Verein eine kleine zusätzliche Einnahme und für uns eine nette Überbrückung der Sommerpause.
Unser Treffpunkt war zwischen 17.30 und 18.00 Uhr in unserem Wirtshaus und bis auf Zorne waren auch alle Reisewilligen, welche da wären Macke, Toddek, Roland, Lars, Martin mit Besuch aus Norwegen, Zörnchen, Timo, Moppel und ich, in dieser Zeit auch schon da. Dann kam auch der Herr Zorn von der Arbeit und so langsam machten wir uns auf Richtung Haltestelle Buddenbergplatz, natürlich nicht ohne vorher Proviant für die lange Reise zu kaufen.
Bei den Stadtwerken stiegen dann neben vielen anderen VfL-Fans noch Meier und seine namenlose Bande ein und eine recht amüsante Fahrt unter saunaähnlichen Bedingungen begann. Nach einer gut halbstündigen Fahrt erreichten wir unseren Vorort und durch Zornes hervorragende (woher?) Ortskenntnisse konnten wir an einem Kiosk noch einmal lecker Fiege kaufen, noch nicht ahnend das es das letzte für diesen Abend sein sollte.
Im Stadion dann 11200 Zuschauer, davon 6000 Bochumer, vielleicht 3500 Dortmunder und der Rest Fans des Heimatvereins(womit sie damit ihren eigenen Zuschauerschnitt schon überschritten haben dürften). Die Dortmunder werden ihr zahlenmäßig schwaches Auftreten wieder damit begründen das Bochum in Dortmund eh keinen interessiert und nur das Derby gegen Gelsenkirchen zählt. Aber auch wenn der Ligapokal wirklich nicht vom Hocker reißt, ist es einfach nur peinlich wenn man über 50000 Dauerkarten verkauft und nicht mal ein Zehntel von diesen Käufern in der Lage ist 25km zu fahren um sein Team zu sehen.
Zu trinken gab es dann leider nur Warsteiner-Light und dafür musste man auch oft noch recht lange anstehen.
Zu Beginn gab es auf Bochumer Seite einiges an Rauch und die Ultras zogen das erste von insgesamt fünf Bannern, welche sich alle gegen den Gegner oder die Gastgeber richteten, hoch - haben die Sommerpause scheinbar sinnvoll genutzt. In der ersten Halbzeit lief auf dem Platz bei beiden Teams bei heißen Temperaturen noch nicht soviel zusammen und Dortmund ging durchaus verdient mit 2:1 in Führung. In der zweiten Halbzeit fand Bochum dann immer besser ins Spiel und hatte einige Gelegenheiten den Ausgleich zu erzielen, was aber leider nicht gelang. Spannender als das Spiel war beinahe der Blick Richtung Himmel, wo es sich immer mehr zuzog und man damit rechnete völlig durchnässt und von Blitzen terrorisiert zu werden. Telefonisch erfuhr man von schweren Unwettern in Sundern, aber wir hatten Glück und der Regen und Gewitter verschonten uns.
Besonders positive Eindrücke haben auf Bochumer Seite die beiden Neuzugänge Zdebel und Momo hinterlassen, während Dortmund diesen Sieg durch die Verletzungen von Frings und Evanilson teuer bezahlen musste. Die Stimmung auf Bochumer Seite war eigentlich schon ganz in Ordnung, wobei sich bei den Gesängen schon bemerkbar machte das die Bochumer Kurve in zwei auseinanderliegende Blöcke unterteilt war. Was natürlich trotzdem wieder megagut war: Wen lieben wir? - VfL.
Amüsant waren auch die Banner der Ultras, besonders "1909 - Jahr der Inzucht" hat mir sehr gut gefallen, solche Nettigkeiten gehören halt zu einem Derby dazu wie ich finde.
Nach dem Abpfiff gings dann zügig zur Haltestelle und dann unter erneut sehr heißen Bedingungen in der Bahn Richtung Bochum-Zentrum. Kurz vor Bochum hörte man dann noch den Spruch des Abends: "Du Suppenhuhn! Mach den Kopp zu!"
Kurz vor halb zwölf kehrten dann noch Martin, Lars, Roland und ich bei Elke auf einige Kaltgetränke ein, während draußen dann der langbefürchtete Regen einsetzte.
So gegen zwei Uhr ließen wir dann diesen doch ziemlich lustigen Sommerabend ausklingen und trennten unsere Wege.

Kasi


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