07.12.03 Hannover 96 - VfL Bochum


Der letzte Spieltag der Hinrunde stand für Bochum an einem Mittwoch an und so stellte sich die Frage, wer kann mitten in der Woche noch einen Trip nach Hannover auf sich nehmen, um die Nummer 1 im Pott zu begleiten.
Macke wollte solide mit Freundin fahren und auch länger in Hannovers Umgebung verweilen, so bot sich für mich dann noch der B.O.Z. an.
Nach einigen Gesprächen war dann klar, das auch Grille von den "Eagles" und "No Name"-Meier mitfahren würden und so verabredete man sich am Spieltag um 15.30 Uhr bei Elke im WaM.
Leider machte mir ein Oberleitungsschaden der U35 einen Strich durch die Rechnung und so musste ich noch meinen privaten Fahrdienst bemühen, um wenigstens noch ein Pils bei Elke trinken zu können, bevor man den ICE Richtung niedersächsische Landeshauptstadt enterte. Zuvor wurde aber beim Koreaner (kein Chinamann, Lars, ein Koreaner!) noch ein wenig Fiege für die Reise besorgt (Anm. vom Law: Wenn der kein Chinese ist, soll er gefälligst auch nicht wie einer aussehen!).
Im Zug verteilten sich dann 60 VfL-Anhänger und da Sitzplätze eher knapp waren, und unsere Vorräte schnell aufgebraucht waren, zog es uns irgendwann ins Bistro, wo das Flaschenbier dem Frischgezapften allerdings ganz klar vorzuziehen war. Nebenbei kauften wir noch einige Lose der B.O.Z.-Tombola und ich komme so in den Genuss ein Auswärtsspiel meiner Wahl plus Eintrittskarte mit der Bahn besuchen zu dürfen.
Gegen 18.30 trafen wir dann in Hannover ein und dort trennten sich erst einmal unsere Wege. Während Micha mit anderen Bochumern noch irgendwohin wollte, zogen Grille und ich mit einigen bekannten Hannoveranern, die uns am Hbf erwartet hatten über den Weihnachtsmarkt Richtung Altstadt, um noch einige lecker Bier zu trinken. An dieser Stelle sei angemerkt, dass Hannover gar nicht so hässlich ist, wie ich bisher gedacht habe und durch Anreisen mit Bus und Auto auch immer den Eindruck gewonnen hatte.
Wir gingen dann ins "Entenhaus" (Frage vom Law an Kasi: Koreaner oder Chinese?), wo neben einem Restaurant auch zwei kleine Kneipen sind, wo wir uns niederließen um noch ein paar Erfrischungsgetränke von Jever zu uns zu nehmen. Danach gings zu Fuß weiter Richtung Stadion, wo wir gerade pünktlich zum Anpfiff den Gästeblock betraten. Vielleicht sollte man bei Auswärtsfahrten doch eher den Einheimischen glauben, wenn sie sagen, man müsste sich langsam aufmachen Richtung Stadion und als Auswärtiger nicht behaupten, dass es doch nicht so weit ist, und man könne locker noch eine Runde bestellen.
Im Stadion waren unter den 20.000 Zuschauern ungefähr 600 Bochumer, was für einen Mittwoch Abend gar nicht so schlecht ist. Man traf noch auf Moppel und Macke, Ralle Zänger, Timo von den Grauen Mäusen (unser Roland ist jetzt übrigens stolzer Besitzer eines Mäuse-Schals) und noch den ein oder anderen bekannten Auswärtsfahrer.
Bochum spielte trotz der Hereinnahme von Stevic für Wosz in die Anfangsformation in der ersten Halbzeit ähnlich schlecht und unkonzentriert wie bei den letzten Auswärtsspielen, lag zur Pause 1:0 hinten und es hätte auch durchaus höher sein können, obwohl Hannover keinesfalls gut spielte.
In der zweiten Halbzeit dann eine Steigerung beim VfL und der Ausgleich durch Peter Madsen, danach der erneute Rückstand und wiederum der Ausgleich, diesmal durch den Hubschrauber, der seinen 11. Saisontreffer markierte. Zwischenzeitlich stieg auch mal wieder eine Nebelwand aus dem Bochumer Block empor. Im Folgenden hätte 96 zwar noch mal in Führung gehen, aber auch Bochum hätte durchaus den Siegtreffer schießen können. So blieb es letztendlich beim durchaus gerechten 2:2 und es war klar, dass man weiterhin vor Gelsenkirchen stehen würde, aber man musste noch auf das Ergebnis aus Dortmund warten.
Dann war die Gewissheit da, als Tabellenfünfter und vor den beiden sogenannten Reviergrößen in die Winterpause zu ziehen, da die Gelb-Schwatten nur ein 1:1 gegen K´lautern schafften und so auf Wochen erst mal hinter dem VfL bleiben.
Mit dem Herrn Meier zog ich dann Richtung Haltestelle um eine Bahn Richtung Altstadt zu erwischen, was wir auch schafften, stiegen nach einigen Stationen wieder aus und gingen eben in Richtung dieser. Kaum dort angekommen trafen wir wieder auf bekannte 96er und folgten ihnen ins Hannoveraner Brauhaus, welches für einen Abend mitten in der Woche ziemlich gut gefüllt war (ich weiß ja nun nicht wie es an anderen Werktagen hier zugeht, aber das war schon ganz ordentlich).
Also mit Sitzplatz war dann nix, so quetschten wir uns an die Theke, tranken ein-zwei Bier, lauschten irgendeiner Live-Musik und zogen nach einer Weile weiter Richtung Entenhaus.
Dort saß der Grille mit einem Hannoveraner Kumpel, aber ansonsten war es hier nicht mehr so gut gefüllt. Schnell noch einige Erfrischungen zu uns genommen und dann auf Richtung HBF, zwischendurch noch einen, ich glaube sehr leckeren, Döner, geschnappt.
Auf flüssigen Reiseproviant wurde verzichtet, da man dem Irrglauben unterlag im ICE hätte das Bistro geöffnet. War aber irgendwie nix - schade, wäre sicherlich kein schlechtes Geschäft für die Bahn gewesen und hätte uns erfrischt. So verbrachte man die Rückfahrt mit sinnlosen Gesprächen und ein wenig dösen, stieg in Hamm um, begrüßte grinsend in Dortmund zusteigende Anhänger des Tabellensechsten, die nun mal zur Zeit nicht die Nummer 1 im Pott sind, und stieg kurze Zeit später in der geliebten Heimat aus.
Während die meisten Zugfahrer nach Hause oder sonst wo hingingen, zog es Grille und mich noch Richtung Intershop, wo wir aber nur einkehren wollten, falls es gut gefüllt wäre.
War es und so zog es uns an die Theke, ich bestellte Bier und war sehr überrascht als irgendwann der halbe Laden anfing zu singen "Die Nummer 1 im Pott sind wir". Trotzdem ging Grille nach zwei Pils Richtung Heimat, während ich noch ein zwei Getränke bestellen wollte.
Klappte allerdings nicht so ganz, da noch einige VfLer hineinkamen und man so mit ihnen noch ins Gespräch kam. Die Härte war allerdings der Typ, der direkt an der Theke seine Hose öffnete und etwas runterzog, um mir stolz seine VfL-Short zu präsentieren. Wir tranken dann noch diverse Getränke, später verirrten sich sogar noch Lauterer rein und plötzlich war schon 5 Uhr vorbei. Danach war ich dann auch der Meinung fahren zu müssen, schnappte mir ein Taxi und haute mir zu Hause noch zwei Steaks in die Pfanne. Aber danach ging ich dann wirklich ins Bett.

Kasi


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