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Der letzte Spieltag der Hinrunde stand für Bochum an einem Mittwoch
an und so stellte sich die Frage, wer kann mitten in der Woche noch
einen Trip nach Hannover auf sich nehmen, um die Nummer 1 im Pott zu
begleiten.
Macke wollte solide mit Freundin fahren und auch länger in Hannovers
Umgebung verweilen, so bot sich für mich dann noch der B.O.Z. an.
Nach einigen Gesprächen war dann klar, das auch Grille von den
"Eagles" und "No Name"-Meier mitfahren würden
und so verabredete man sich am Spieltag um 15.30 Uhr bei Elke im WaM.
Leider machte mir ein Oberleitungsschaden der U35 einen Strich durch
die Rechnung und so musste ich noch meinen privaten Fahrdienst bemühen,
um wenigstens noch ein Pils bei Elke trinken zu können, bevor man
den ICE Richtung niedersächsische Landeshauptstadt enterte. Zuvor
wurde aber beim Koreaner (kein Chinamann, Lars, ein Koreaner!) noch
ein wenig Fiege für die Reise besorgt (Anm.
vom Law: Wenn der kein Chinese ist, soll er gefälligst auch nicht
wie einer aussehen!).
Im Zug verteilten sich dann 60 VfL-Anhänger und da Sitzplätze
eher knapp waren, und unsere Vorräte schnell aufgebraucht waren,
zog es uns irgendwann ins Bistro, wo das Flaschenbier dem Frischgezapften
allerdings ganz klar vorzuziehen war. Nebenbei kauften wir noch einige
Lose der B.O.Z.-Tombola und ich komme so in den Genuss ein Auswärtsspiel
meiner Wahl plus Eintrittskarte mit der Bahn besuchen zu dürfen.
Gegen 18.30 trafen wir dann in Hannover ein und dort trennten sich erst
einmal unsere Wege. Während Micha mit anderen Bochumern noch irgendwohin
wollte, zogen Grille und ich mit einigen bekannten Hannoveranern, die
uns am Hbf erwartet hatten über den Weihnachtsmarkt Richtung Altstadt,
um noch einige lecker Bier zu trinken. An dieser Stelle sei angemerkt,
dass Hannover gar nicht so hässlich ist, wie ich bisher gedacht
habe und durch Anreisen mit Bus und Auto auch immer den Eindruck gewonnen
hatte.
Wir gingen dann ins "Entenhaus" (Frage
vom Law an Kasi: Koreaner oder Chinese?), wo neben einem Restaurant
auch zwei kleine Kneipen sind, wo wir uns niederließen um noch
ein paar Erfrischungsgetränke von Jever zu uns zu nehmen. Danach
gings zu Fuß weiter Richtung Stadion, wo wir gerade pünktlich
zum Anpfiff den Gästeblock betraten. Vielleicht sollte man bei
Auswärtsfahrten doch eher den Einheimischen glauben, wenn sie sagen,
man müsste sich langsam aufmachen Richtung Stadion und als Auswärtiger
nicht behaupten, dass es doch nicht so weit ist, und man könne
locker noch eine Runde bestellen.
Im Stadion waren unter den 20.000 Zuschauern ungefähr 600 Bochumer,
was für einen Mittwoch Abend gar nicht so schlecht ist. Man traf
noch auf Moppel und Macke, Ralle Zänger, Timo von den Grauen Mäusen
(unser Roland ist jetzt übrigens stolzer Besitzer eines Mäuse-Schals)
und noch den ein oder anderen bekannten Auswärtsfahrer.
Bochum spielte trotz der Hereinnahme von Stevic für Wosz in die
Anfangsformation in der ersten Halbzeit ähnlich schlecht und unkonzentriert
wie bei den letzten Auswärtsspielen, lag zur Pause 1:0 hinten und
es hätte auch durchaus höher sein können, obwohl Hannover
keinesfalls gut spielte.
In der zweiten Halbzeit dann eine Steigerung beim VfL und der Ausgleich
durch Peter Madsen, danach der erneute Rückstand und wiederum der
Ausgleich, diesmal durch den Hubschrauber, der seinen 11. Saisontreffer
markierte. Zwischenzeitlich stieg auch mal wieder eine Nebelwand aus
dem Bochumer Block empor. Im Folgenden hätte 96 zwar noch mal in
Führung gehen, aber auch Bochum hätte durchaus den Siegtreffer
schießen können. So blieb es letztendlich beim durchaus gerechten
2:2 und es war klar, dass man weiterhin vor Gelsenkirchen stehen würde,
aber man musste noch auf das Ergebnis aus Dortmund warten.
Dann war die Gewissheit da, als Tabellenfünfter und vor den beiden
sogenannten Reviergrößen in die Winterpause zu ziehen, da
die Gelb-Schwatten nur ein 1:1 gegen K´lautern schafften und so
auf Wochen erst mal hinter dem VfL bleiben.
Mit dem Herrn Meier zog ich dann Richtung Haltestelle um eine Bahn Richtung
Altstadt zu erwischen, was wir auch schafften, stiegen nach einigen
Stationen wieder aus und gingen eben in Richtung dieser. Kaum dort angekommen
trafen wir wieder auf bekannte 96er und folgten ihnen ins Hannoveraner
Brauhaus, welches für einen Abend mitten in der Woche ziemlich
gut gefüllt war (ich weiß ja nun nicht wie es an anderen
Werktagen hier zugeht, aber das war schon ganz ordentlich).
Also mit Sitzplatz war dann nix, so quetschten wir uns an die Theke,
tranken ein-zwei Bier, lauschten irgendeiner Live-Musik und zogen nach
einer Weile weiter Richtung Entenhaus.
Dort saß der Grille mit einem Hannoveraner Kumpel, aber ansonsten
war es hier nicht mehr so gut gefüllt. Schnell noch einige Erfrischungen
zu uns genommen und dann auf Richtung HBF, zwischendurch noch einen,
ich glaube sehr leckeren, Döner, geschnappt.
Auf flüssigen Reiseproviant wurde verzichtet, da man dem Irrglauben
unterlag im ICE hätte das Bistro geöffnet. War aber irgendwie
nix - schade, wäre sicherlich kein schlechtes Geschäft für
die Bahn gewesen und hätte uns erfrischt. So verbrachte man die
Rückfahrt mit sinnlosen Gesprächen und ein wenig dösen,
stieg in Hamm um, begrüßte grinsend in Dortmund zusteigende
Anhänger des Tabellensechsten, die nun mal zur Zeit nicht die Nummer
1 im Pott sind, und stieg kurze Zeit später in der geliebten Heimat
aus.
Während die meisten Zugfahrer nach Hause oder sonst wo hingingen,
zog es Grille und mich noch Richtung Intershop, wo wir aber nur einkehren
wollten, falls es gut gefüllt wäre.
War es und so zog es uns an die Theke, ich bestellte Bier und war sehr
überrascht als irgendwann der halbe Laden anfing zu singen "Die
Nummer 1 im Pott sind wir". Trotzdem ging Grille nach zwei Pils
Richtung Heimat, während ich noch ein zwei Getränke bestellen
wollte.
Klappte allerdings nicht so ganz, da noch einige VfLer hineinkamen und
man so mit ihnen noch ins Gespräch kam. Die Härte war allerdings
der Typ, der direkt an der Theke seine Hose öffnete und etwas runterzog,
um mir stolz seine VfL-Short zu präsentieren. Wir tranken dann
noch diverse Getränke, später verirrten sich sogar noch Lauterer
rein und plötzlich war schon 5 Uhr vorbei. Danach war ich dann
auch der Meinung fahren zu müssen, schnappte mir ein Taxi und haute
mir zu Hause noch zwei Steaks in die Pfanne. Aber danach ging ich dann
wirklich ins Bett.
Kasi
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