10.05.03 VfL-Gladbach


Irgendwie fing dieser Tag schon ziemlich komisch an. Aus unbegreiflichen Gründen ist es mir erst Samstag Morgen gegen halb zehn gelungen ins Bett zu kommen und so war nicht wirklich viel mit schlafen, da ich für 12.30 Uhr den Wecker gestellt hatte. Also wieder aus dem Bett gequält, gefrühstückt und anschließend frisch gemacht für den Besuch im Stadion.
Mit dem Taxi bin ich dann aber zuerst noch ins Krönchen gefahren, wo die Panther sich bereits sehr zeitig auf den Weg ins Stadion machten. Ganz anders die anwesenden No Names, die in aller Seelenruhe eine Schnapsrunde nach der anderen bestellten. Nachdem mein Promillepegel so innerhalb kürzester Zeit wieder den Stand der Nacht erreicht hatte (vielen Dank noch mal, hoffe es geht euch genau so schlecht wie mir!), schritt die Uhr unaufhaltsam voran, und ich machte mir schon Gedanken ob No Name das Spiel eventuell auf Premiere gucken wollte. Aber kurz vor drei begab man sich dann doch langsam Richtung Stadion.
Dort klappte es dann wieder erstaunlich gut mit dem Einlass an den Stadiontoren, hat sich in der Rückrunde ja doch sehr positiv verändert.
Am Bierstand hab ich dann nur noch Roger und Anja getroffen, ihnen ein Bier abgeluchst und bin dann in die Ostkurve gerückt.
Beim Einlaufen präsentierten die Ultras ein Banner, mit dem noch mal an das historische Ereignis der Vorwoche in der Gelsenkirchener Mehrzweckhalle erinnert wurde. Fotos davon findet man auf deren Homepage (www.ultras-bochum.de).
Stimmungsmäßig gaben im ausverkauften Ruhr-Stadion meist die ca. 12.000 mitgereisten Gladbacher den Ton an, wobei ich nicht sagen kann, dass die Stimmung bei uns wirklich schlecht war.
Der VfL spielte in der ersten Halbzeit überlegen, kam aber über ein 1:1 durch den Ausgleich von Christiansen bis zum Pausenpfiff nicht hinaus. In Halbzeit zwei änderte sich das Bild dann und Gladbach erkämpfte sich eine Ecke nach der anderen, und am Ende war ich froh, dasswir den einen Punkt gerettet haben.
Die Gladbacher feierten ihre Mannschaft noch eine halbe Stunde nach dem Abpfiff, dass es einem echt in den Ohren schallte. Lag wohl daran, dass ihre Mannschaft die wohl beste Auswärtsleistung seit Ewigkeiten gezeigt hatte (genau, wenn ihr Sorgen habt kommt ruhig alle nach Bochum, da wird euch geholfen).
Wir waren, wie meistens, noch recht lange im Stadion und tranken noch ein Bierchen, bevor wir unsere zweite Heimat dann verließen.
Während der Rest meines Fanclubs Richtung Elke wanderte, zog es mich, nach einer Pommes- Currywurst zur Stärkung, wieder ins Krönchen, wo ich mich erst mal einigen Cokes hingab. Einige Panther waren noch anwesend, aber sonst erst mal kaum Bekannte.
Conny gesellte sich dann zu mir vor die Tür, und so tratsche man dann und beobachtete das Geschehen auf der Straße.
Nach einiger Zeit marschierte dann der Herr Kaspari aus DO vom Dorfbrunnen kommend ein und ich war damit dann auch der Meinung die Cola hat ihre Schuldigkeit getan und stieg wieder auf andere Getränke um. Kurze Zeit später hatte dann auch der Herr Meier seinen Kontrollgang beendet und stieß mit Melli zu uns, und so wurden unsere Deckel immer voller. Gegen 22 Uhr verließen dann der Herr Kaspari und ich diesen gastlichen Ort und fuhren zur Elke.
Der Taxifahrer erzählte uns dann dabe,i dass dort Die Treuen verkehren würden. Entzückt nahm ich diese Kunde zur Kenntnis ( der sollte das etwa eine Warnung sein?).
Tatsächlich waren sehr viele Treue zugegen und einige von ihnen hatten sich ein wahres Pfundsweib zum Objekt ihrer Begierde gemacht. Ein Sahneschnittchen sozusagen. Bescheiden wie ich bin wollte ich ihnen die Tour nicht verderben und lehnte den mir angebotenen Platz neben ihr ab. Kaspari hatte sich inzwischen schon einen Platz gesucht und nutzte diesen dann prompt zum schlafen. Etwas später schaute noch unser Sozialarbeiter vorbei und präsentierte dabei seine neue Dienstkleidung ;-). Dies wurde durch Beifall und Jubel entsprechend gewürdigt. Ansonsten wurde wie immer gesungen und gefeiert, wobei immer noch "Europapokal" der große Renner ist. Leider gab es dann intern kurz Stress, kann aber vorkommen. Während sich einige Treue aufmachten Richtung TB, weckte ich meinen Begleiter, drückte ihm ein Pils in die Hand und ging anschließend mit ihm ins Drugstore, wo eventuell noch Melli und Meier auftauchen wollten. Taten sie aber nicht, dafür hingen aber noch einige Tattoo-Soccer und andere Bekannte herum, so dass ich mal wieder bis zum Schluß blieb und dann aber dem Tag Tribut zollte und mit dem Taxi nach Hause fuhr um die nächsten 14 Stunden im Bett zu verbringen.

Kasi


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