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Das Spiel gegen Bielefeld steckte mir immer noch in den Knochen und hatte,
wie bereits erwähnt, mir gründlich die Laune verdorben. Aber
es hilft ja alles nix, Lebbe geht weiter, und so raffte man sich auf zum
Revierderby gegen den Meidericher SV aus Duisburg.
Erstmal kurz bei Elke vorbeigeschaut, ein paar Bier beim Darten gewonnen
und ab ging's zum Stadion.
Freunde, Verwandte und Bekannte wurden gegrüßt. Kurz vor Spielbeginn
musste ich mich aber trennen, um einige Lichtbilder von Ostkurve und Gästeblock
zu schießen.
Ich hätte nicht gedacht, dass nach dem Desaster auf der Alm noch
über 15.000 Zuschauer ihren Weg zum VfL finden würden. 1.500-2.000
Duisburger waren auch da und wie so häufig ging von ihrem Block die
wesentlich bessere Stimmung aus. So ein Tamtam wie die Frankfurter haben
sie allerdings nicht gemacht.
Schon komisch, dass ein paar Tausend Gästefans das Auswärtsspiel
(fast) immer in ein Heimspiel verwandeln. Haben wir in Bielefeld ja auch
gemacht.
In der 1. Halbzeit hatten aber auch wirklich nur die Zebras Grund zu frohlocken.
Ein Grottenkick übelster Sorte, was unsere Lieblinge da auf dem Rasen
abzogen. Bielefeld war ein Fußballfest dagegen. Na ja, Holland sei
Dank, dass wir nicht in Rückstand geraten sind.
Peter der Große muss den Jungs ordentlich den Marsch geblasen haben,
denn nach kurzen Anlaufschwierigkeiten spielte der VfL plötzlich
wie verwandelt.
Ein glänzend aufgelegter Freier, ein Hubschraubereinsatz, ein superaffentittengeiler
Seitfallrückzieher von Christiansen und ein weiteres Tor vom dänischen
Spanier oder spanischen Dänen brachten Bochum auf die Siegerstraße
und Litti von seinem hohen Ross runter.
Meine gute Laune war endlich wieder da, die Spieler wurden gefeiert und
los ging es zum Wirtshaus.
Zorne, Berit von und zu Ost, dem Law seine Nicole und das Law selbst ließen
alte Zeiten aufleben und gingen seit langem mal wieder zu Fuß.
Vor "Haus Frein" mussten wir uns einige Vorwürfe von Block
A-Mitgliedern anhören, da von unserer Seite keine befriedigende Resonanz
auf ihren Buseinsatz nach Fürth folgte. Ist wirklich blöd, aber
es kriegt halt nicht jeder Urlaub, um die weite Reise ins Frankenland
antreten zu können.
Dafür an dieser Stelle ein ganz, ganz lieber Gruß an Block
A.
Weiter unten auf der Castroper Straße konnten wir noch einen in
doppeltem Sinn zurückgebliebenen Duisburger bewundern, der verzweifelt
nach Streit mit einer Gruppe Bochumer Fans suchte. Wir amüsierten
uns köstlich, ich versuchte noch ein Foto von ihm zu machen, klappte
aber nicht so richtig, da er plötzlich die Richtung wechselte und
seiner Wege in Richtung Innenstadt ging.
Ich denke, wenn er an die Richtigen geraten ist, wird er mit seiner großen
Klappe noch den Popo versohlt bekommen haben. Aber sein Aufdruck auf dem
T-Shirt "You'll never walk alone Duisburg" passte zumindest
zu ihm, denn der Typ hat wohl immer einen neben sich herlaufen.
Egal, die Bahnfahrer hatten es sich schon bei Elke bequem gemacht und
es wurde ein gemütlicher Abend. Martin versuchte mich mit dem "Lars
hat schlechte Laune"-Lied zu provozieren, klappte aber nicht.
Hoher Besuch von Grümerbaum war da, später gesellte sich Roland
noch zu uns, und Moppel brachte einen Gast aus der Ultra-Szene mit. Ich
gaube, ich habe dem armen Kerl einen ganz schönen Scheiß ins
Ohr gelallt, aber was soll's, er wird es mir nachsehen.
Zu später Stunde kamen noch Diskussionen auf, wer den alten 70er
Klassiker "Ruf Teddybär eins-vier", der Zorne stets zu
Tränen rührte, gesungen hat. Wetten auf Gunter Gabriel wurden
abgeschlossen und verloren. Der Sänger war Johnny Hill!!!
An mehr kann ich mich nicht mehr erinnern und verbleibe mit freundlichem
Gruß
Euer Lars
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