12.04.02 VfL Bochum-Duisburg


Das Spiel gegen Bielefeld steckte mir immer noch in den Knochen und hatte, wie bereits erwähnt, mir gründlich die Laune verdorben. Aber es hilft ja alles nix, Lebbe geht weiter, und so raffte man sich auf zum Revierderby gegen den Meidericher SV aus Duisburg.
Erstmal kurz bei Elke vorbeigeschaut, ein paar Bier beim Darten gewonnen und ab ging's zum Stadion.
Freunde, Verwandte und Bekannte wurden gegrüßt. Kurz vor Spielbeginn musste ich mich aber trennen, um einige Lichtbilder von Ostkurve und Gästeblock zu schießen.
Ich hätte nicht gedacht, dass nach dem Desaster auf der Alm noch über 15.000 Zuschauer ihren Weg zum VfL finden würden. 1.500-2.000 Duisburger waren auch da und wie so häufig ging von ihrem Block die wesentlich bessere Stimmung aus. So ein Tamtam wie die Frankfurter haben sie allerdings nicht gemacht.
Schon komisch, dass ein paar Tausend Gästefans das Auswärtsspiel (fast) immer in ein Heimspiel verwandeln. Haben wir in Bielefeld ja auch gemacht.
In der 1. Halbzeit hatten aber auch wirklich nur die Zebras Grund zu frohlocken.
Ein Grottenkick übelster Sorte, was unsere Lieblinge da auf dem Rasen abzogen. Bielefeld war ein Fußballfest dagegen. Na ja, Holland sei Dank, dass wir nicht in Rückstand geraten sind.
Peter der Große muss den Jungs ordentlich den Marsch geblasen haben, denn nach kurzen Anlaufschwierigkeiten spielte der VfL plötzlich wie verwandelt.
Ein glänzend aufgelegter Freier, ein Hubschraubereinsatz, ein superaffentittengeiler Seitfallrückzieher von Christiansen und ein weiteres Tor vom dänischen Spanier oder spanischen Dänen brachten Bochum auf die Siegerstraße und Litti von seinem hohen Ross runter.
Meine gute Laune war endlich wieder da, die Spieler wurden gefeiert und los ging es zum Wirtshaus.
Zorne, Berit von und zu Ost, dem Law seine Nicole und das Law selbst ließen alte Zeiten aufleben und gingen seit langem mal wieder zu Fuß.
Vor "Haus Frein" mussten wir uns einige Vorwürfe von Block A-Mitgliedern anhören, da von unserer Seite keine befriedigende Resonanz auf ihren Buseinsatz nach Fürth folgte. Ist wirklich blöd, aber es kriegt halt nicht jeder Urlaub, um die weite Reise ins Frankenland antreten zu können.
Dafür an dieser Stelle ein ganz, ganz lieber Gruß an Block A.
Weiter unten auf der Castroper Straße konnten wir noch einen in doppeltem Sinn zurückgebliebenen Duisburger bewundern, der verzweifelt nach Streit mit einer Gruppe Bochumer Fans suchte. Wir amüsierten uns köstlich, ich versuchte noch ein Foto von ihm zu machen, klappte aber nicht so richtig, da er plötzlich die Richtung wechselte und seiner Wege in Richtung Innenstadt ging.
Ich denke, wenn er an die Richtigen geraten ist, wird er mit seiner großen Klappe noch den Popo versohlt bekommen haben. Aber sein Aufdruck auf dem T-Shirt "You'll never walk alone Duisburg" passte zumindest zu ihm, denn der Typ hat wohl immer einen neben sich herlaufen.
Egal, die Bahnfahrer hatten es sich schon bei Elke bequem gemacht und es wurde ein gemütlicher Abend. Martin versuchte mich mit dem "Lars hat schlechte Laune"-Lied zu provozieren, klappte aber nicht.
Hoher Besuch von Grümerbaum war da, später gesellte sich Roland noch zu uns, und Moppel brachte einen Gast aus der Ultra-Szene mit. Ich gaube, ich habe dem armen Kerl einen ganz schönen Scheiß ins Ohr gelallt, aber was soll's, er wird es mir nachsehen.
Zu später Stunde kamen noch Diskussionen auf, wer den alten 70er Klassiker "Ruf Teddybär eins-vier", der Zorne stets zu Tränen rührte, gesungen hat. Wetten auf Gunter Gabriel wurden abgeschlossen und verloren. Der Sänger war Johnny Hill!!!
An mehr kann ich mich nicht mehr erinnern und verbleibe mit freundlichem Gruß

Euer Lars

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