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Nachdem wir noch ziemlich kurzfristig einen Bus für dieses Spiel
organisierten, was vor allem dem Engagement von Lars und Zorne zu verdanken
war, die es schafften innerhalb weniger Tage noch mehr als 30 Leute zusammen
zu kriegen, so dass die Fahrt nicht in einem finanziellen Desaster endete,
trafen wir uns Sonntag morgen um 9.30 Uhr am Kirmesplatz.
Die wenigen anwesenden Treuen (Zorne, Macke, Lars, der kurzfristig reaktivierte
Martin und meine Wenigkeit) waren noch alle mehr oder weniger schwer gekennzeichnet
vom Vorabend, an dem Anja ja bekanntlich in ihren Geburtstag reinfeierte.
Deren Einsatz beim Busunternehmen für einen Bus mit Toilette sei
hier noch mal dankbar erwähnt, da der gemeine Rosi- Reisebus dies
heute nicht hatte (an dieser Stelle einen schönen Gruß an die
reisenden BoJus).
Fast pünktlich dann Abfahrt mit Angehörigen der Blue-White-Eagles,
No Name, Block A, Wilde Jungs und einigen Freischaffenden. Die Folgen
des Vorabends versuchte man mit Alkohol zu bekämpfen (einige nahmen
unerlaubter Weise auch Kopfschmerztabletten zu sich), was mit zunehmender
Fahrtdauer teilweise auch gelang.
Die Hinfahrt verlief eher ruhig, da kein CD-Player an Bord war und auch
keiner an eine (vernünftige) Kassette gedacht hatte. Versuche, auf
Raststätten Kassetten mit Schlagermusik zu erwerben, scheiterten
leider kläglich. So wurde viel über alte Zeiten geredet, was
ja auch sehr schön sein kann.
Nach knapp vier Stunden Fahrtzeit inkl. mehrerer Pinkelpausen erreichten
wir den Ludwigspark in Saarbrücken und trafen dort schon die ersten
bekannten Gesichter. Unter den strengen Augen von Fan-Betreuer und Fan-Projekt
huldigten wir König Jürgen von Bochum-Ost nebst Gemahlin und
beobachteten anschließend das spärliche Treiben vor dem Stadion.
Da hielt dann tatsächlich ein Gelenk-Pendelbus zwischen HBF und Stadion,
aus dem e i n (!) Saarbrücker Fan ausstieg. Schon kurios!
Anschließend wurde der Bochumer Block geentert und sofort kamen
bei mir Erinnerungen an das Relegationsspiel von vor 12 Jahren hoch, als
knapp 5000 Bochumer den Weg ins Saarland gefunden hatten - Kinders, wie
die Zeit vergeht! Heute waren es dann vielleicht 400 Bochumer unter den
2000 Zuschauern. Vom FCS-Fanblock war gar nichts zu hören, während
die Bochumer manchmal echt laut waren. Allerdings war die Stimmung insgesamt
eher mau. Der Zaun war reichlich geschmückt mit blau-weißen
Fahnen und die Ultras hatten wieder ihre Schwenkfahnen dabei, was schon
ein recht gutes Bild abgab. Wir lernten dann noch, dass es in Bochum eine
Ultragruppierung namens Outsiders gibt und diese lernten dann (hoffentlich)
wo man seine Aufkleber n i c h t hinklebt.
Das Spiel hatte nicht nur wegen der Kulisse Freundschaftsspielcharakter
und war bis auf die Bochumer Tore durch Christiansen und Reis völlig
ereignislos. Zudem war es im Saarland ungemütlich kalt, so dass der
Abpfiff wirklich herbeigesehnt wurde. Die Mannschaft bedankte sich und
das wars, zurück zum Bus und dann ab Richtung Bochum. Pflichtprogramm
erfüllt!
Die Rückfahrt verlief bis auf einen durch bremsen verursachten spektakulären
Sturz von Zorne Richtung Windschutzscheibe (Junge, hast Du Glück
gehabt!!!) recht ereignislos und so wurde wieder viel geredet und gelacht.
Nach der Wiederankunft in Bochum nahmen wir noch ein paar Abschiedsgetränke
im "Haus Frein" und trennten uns dann um 22.30Uhr voneinander.
Nach sechs Siegen in Folge darf man nun gegen Frankfurt am Ostermontag
endlich mal wieder mit einer größeren Kulisse rechnen, da schon
längst begrabene Aufstiegshoffnungen wieder Realität geworden
sind. Bin ja wirklich mal gespannt.
Kasi
Und hier der Bericht eines Nüchternen:
Irgendwie wollte im Club keine richtige "Hoi, wir fahren alle ins
Saarland"-Stimmung aufkommen.
Anja feierte am Abend zuvor in ihren Geburtstag hinein (nein nicht der
100ste, sorry Anja) und außerdem war alles ein bischen zu kurzfristig
eingestielt worden.
Einige potentielle Mitfahrer hatten sich eine Karte für den "Rosi-Bus"
besorgt oder sonstwie was besseres vor.
Also entschlossen wir uns, im Intenet auf Kundenfang zu gehen und haben
auf diese Weise doch noch ein paar Leutchen zusammenbekommen.
Gewissenhaft hatte ich Anjas Party zeitig verlassen, lag um 3.15 Uhr in
der Falle, um so beim Klingeln des Weckers, gut vier Stunden später,
frisch wie der junge Frühling aus dem Bett zu hüpfen.
Nein, war nur Spaß. Ich dachte, ich müsse sterben. Aber egal,
irgendwie musste ich da durch.
20 min. vor Reisebeginn fand ich mich am Kirmesplatz ein, wo schon einige
VfLer auf die Ankunft der Reisebusse warteten. Der andere Fanbus sollte
nämlich zur selben Zeit am selben Ort starten. Dieser kam auch bald,
die andere Gruppe nahm darin Platz und es zeigte sich, dass unser Bus
besser besetzt war, als wir erwartet hatten.
Kasi, Zorne, Macke, Martin und ich, als recht kleine Abteilung des Veranstalters,
Kasper nebst Frau und Kumpel, die Eagles, Michi mit seinen No Names, Block
A (ich grüße Block A! Gegrüßt sei Block A, besonders
Sir Limpi!), wilde Jungs und einige andere bevölkerten unseren Bus.
Dann stellte sich unser Busfahrer erst einmal vor und machte sich gleich
richtig unbeliebt. Nicht nur, dass er sich und seine Frau als Pauli-Fans
outete (obwohl es sicherlich schlimmeres gibt), nein er wollte uns auch
das Rauchen und das Pinkeln verbieten. Also ging es mit dickem Hals ins
Saarland.
Kurz nach der Abfahrt ging Zorne seinen Pflichten als Präsi nach
und redete ein ernstes Wort mit dem Kutscher, was zur Folge hatte, dass
wir zumindest Pipi machen durften. Es dauerte nicht lange und unser Fahrer
sah ein, dass das Rauchen bei einigen ebenso notwendig ist, wie der Gang
zur Toilette.
Jetzt stand einem angenehmen Ausflug nichts mehr im Wege.
Die Fahrt plätscherte so dahin, es wurde wie immer viel blödes
Zeug geredet und ich versuchte meine Kopfschmerzen mit Tabletten, Zigaretten
und Bier in den Griff zu kriegen.
Kurz vor unserer Ankunft in der Saarmetropole war es dann einigermaßen
in Ordnung, zumindest so, dass ich den Gesang eines gewissen Schotten
ertragen konnte. Echt geile Stimme hat der Typ!
In Stadionnähe angekommen, verließen wir den Bus und begrüßten
Freunde, Bekannte und Verwandte. Moppel, Ralf Z., König Jürgen
I von Bochum-Ost und seine Königsgattin, Axel von den Panthern, ein
paar weitere Mannen von Block A, es waren mehr Bekannte zugegen, als wir
erwartet hatten.
Kurz darauf kam auch der andere Bus und den BoJus ihr Sportwart traf ein.
Dieser musste erst einmal getröstet werden, konnte er doch nichts
trinken, da die Kombination von Alkohol und fehlender Toilette in seinem
Alter nicht zu empfehlen ist.
Bei uns hätte er jedenfalls für 2€ weniger ein Klo gehabt
(beim nächsten mal frag ich früher, ob Du mit willst).
Im Stadion selbst hatten sich gut 400 Bochumer eingefunden. Die Ultras
machten wieder einen gehörigen Anteil an Leuten und Stimmung aus,
wobei man sagen muss, dass richtig gute Stimmung eigentlich nie aufkam.
Das Spiel war eher der letzte Mist, dank Christiansen und Reis wurden
aber wieder 3 Punkte eingefahren und man konnte einigemaßen zufrieden
die Heimreise im mit Toilette ausgestatteten Bus antreten.
Ein Wort an den Witzbold mit dem Aufkleber: WIR
LASSEN UNS NICHT PROVOZIEREN!!!
Die Rückfahrt verlief dann sehr unspektakulär aber amüsant.
Nach einer mittelschweren Bremseinlage durch den Fahrer flogen zwei Personen
mit Karacho durch den Bus und landeten auf den Armaturen. Kurz wurde es
zumindest im vorderen Teil des Busses sehr still, und ich dachte schon
"oha, Zorne ist tot", aber als sich dieser mit nur leichten
Blessuren aufrichtete, wurde wieder fröhlich gescherzt und getrunken.
Zeitig in Bochum angekommen, wurde noch ein Verdauungsschnäpschen
im "Haus Frein" genommen. Aus dem klolosen Bus stieß noch
Magic-Marcus zu uns und war in ernster Sorge, ob man ihn in den "Pflaumenbaum"
lassen würde. Zorne, Kasi und ich lehnten seine Einladung mitzukommen
dankend ab und machten uns auf den Heimweg.
Jetzt müssen am Ostermontag der Eintracht ein paar Eier ins Netz
gelegt werden!
Bis dahin also,
Lars
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