19.04.02 Fürth-VfL Bochum


Da ich kurzfristig noch Überstundenfrei bekommen habe, konnte ich die Gelegenheit nutzen und die von den "Blau-Weißen Freunden von Block A" angebotene Möglichkeit wahrnehmen, um zum so wichtigen Spiel unseres VfL in Fürth zu gelangen.
Abfahrt des Busses sollte statt um 11.00 nun um 12.00 Uhr vom Kirmesplatz sein, doch selbst diesen Termin einzuhalten stellte für mich ein kleines Problem dar, da ich mal wieder mächtig rumgetrödelt hatte. Mit Hilfe eines netten Taxifahrers schaffte ich es aber um ziemlich genau 12.00 Uhr am Kirmesplatz zu sein, wo insgesamt 3 Busse zur Abfahrt bereitstanden.
Da ich nun nicht wusste welches Unternehmen Block A genommen hat, ging ich erst einmal in den mittleren Rosi-Reisen Bus und war prompt bei den Ultras gelandet, wo auch gerade die Zivis einmal interessiert reinguckten. Nach diesem kurzen Besuch fand ich dann den richtigen Bus, wo die meisten schon auf ihren Plätzen saßen.
Neben den Gastgebern waren noch einige Bochumer Jungen, drei Treue (Moppel, Macke und ich) eine Graue Maus (richtig, Moschner) und ein paar andere VfL-Fans (davon auch einige aus dem WaM) mit an Bord. Insgesamt war der Bus recht gut gefüllt.
Unser Busfahrer hieß Werner, bekannte sich zum VfL und war auch sonst ganz in Ordnung. Für Getränke war auch reichlich gesorgt worden und der Herr Sportwart hatte natürlich sein Fläschchen Mineralwasser dabei. Übrigens war nach seinem dritten Toilettengang innerhalb kürzester Zeit klar, warum er auf der Saarbrücken-Fahrt im Rosi-Bus ohne WC auf alkoholische Getränke verzichtete (aber wer den Schaden hat...).
Nachdem unser Bus als erster vom Kirmesplatz rollte, ging es danach auch recht zügig voran und ohne größere Stauprobleme erreichten wir nach ca.4 Stunden das Rasthaus im Spessart, wo eine halbe Stunde Pause gemacht wurde. Dort gab's zwar Bier vom Faß, na ja, aber war halt kein Fiege, und Räuber hab ich im Spessart auch keine gesehen, wenn man mal von den typischen Rastplatzpreisen absieht.
Nach dieser Erfrischung gings weiter und gegen 18.30Uhr erreichten wir das Playmobil-Stadion, wo um das Stadion ein reges Treiben herrschte und auch reichlich Ordnungsmacht präsent war, wobei die meisten ziemlich locker auftraten.
Nach Betreten des Stadions gönnte ich mir erst einmal ein Würstchen und ein Bitburger light, bevor ich die Stahltribüne für die Gästefans betrat. Das Stadion war dann nicht ausverkauft, nur knapp über 11.000 Zuschauer. Für so ein wichtiges Spiel um den ersten Aufstieg auch ziemlich mager. Aus Bochum waren etwa 500 Fans angereist, wobei die Unterstützung in der ersten Halbzeit noch nicht so gut war.
Fürth ging irgendwann in Führung, doch Christiansen, der gottlob doch spielte, erzielte praktisch mit dem Pausenpfiff den Ausgleich.
In der Halbzeit hörte ich dann vom Würstchenstand her "Sie brauchen sich nicht mehr anstellen, wir haben nur noch 8 Würstchen". Das war übrigens zu Beginn der Halbzeitpause, hab keine Ahnung wie viel Gästefans sonst ins Playmobilstadion kommen, können aber nicht soooo viele sein.
Oder war es Berechnung der Verkäuferinnen, in der Halbzeit zu schließen, zehn Minuten zu putzen und dann gemütlich das Spiel zu Ende zu gucken?
Am Trennzaun zur Sitzplatztribüne sorgte noch der Dorftrottel von Fürth für eine kleine Einlage und bekam zur Belohnung ein halbes Brötchen geschenkt, war ihm aber scheinbar nicht genug, denn er warf es erbost zurück. Nun ja, er wurde dann des Feldes verwiesen.
In der zweiten Halbzeit wurde die Stimmung im Bochumer Block immer besser, wenn auch die Führung für den VfL nicht fallen wollte. Allerdings hatte ich auch nie das Gefühl, dass die Gastgeber noch ein Tor erzielen würden.
Nach dem Abpfiff kam die Mannschaft samt Trainer zum Gästeblock und bedankte sich für die Unterstützung während die Greuther-Fürther mit Pfiffen verabschiedet wurden.
Danach gings zurück zu den Bussen, aber da bis zur Abfahrt noch genügend Zeit war, vertrieben sich viele die Zeit am Pizza-Stand auf der anderen Straßenseite. Von dort beobachtete man dann die abwandernden Zuschauer mit denen es zu kleinen verbalen Auseinandersetzungen kam, aber bis auf eine Kopfnuß und einem geklauten Schal passierte nichts, da die Cops sonst immer präsent waren. Kurz danach gings dann wieder zurück Richtung Heimat, wobei nun einige Plätze mehr frei waren, da Moppel und Macke für die Heimfahrt den Panther-Express nahmen, weil sie am nächsten Morgen arbeiten mussten.
August von den BoJus hingegen fuhr weiter nach München um den FCB gegen Hertha zu unterstützen. Die Rückfahrt verlief recht flott und das einzige nennenswerte Ereignis war die Bedienung an einer Raststätte, die Frank von Block A unterstellte, er hätte seine Rolle Pringles geklaut. Später kam aber so was wie eine Entschuldigung von ihr. Schlimmer war aber die Tuse vom Nebentisch, die wohl auf einen Hormonschub wartete und meinte sich einmischen zu müssen. Aber wenn's ihr was bringt.
Um 3 Uhr waren wir wieder in der Heimat, und die ersten stiegen bei Haus Frein wieder aus, während der Rest am Bahnhof die Fahrt beendete.
In Begleitung von Michael, Günther und dem Sportwart zog es mich dann noch ins WaM, wo auch noch einige andere Busfahrer eintrafen. Der Sportwart versuchte die Wartezeit auf sein Taxi mit einigen Bismarck zu verkürzen, war aber später so verzweifelt, dass er schon in den nächsten PKW einsteigen wollte. Günther sorgte dann aber gewissenhaft dafür, dass dies nicht passierte, entweder in Form einer neuen Runde oder in dem er dicht am Mann stand.
Nachdem ich noch kurz mit dem Gedanken gespielt hatte, noch über den Markt zu gehen und einzukaufen, bestellte ich mir dann aber doch ein Taxi und war dann gegen 6 Uhr wieder in meinem Bett.
Alles in allem eine nette Fahrt, wobei aber abzuwarten bleibt, ob uns der Punkt wirklich weiterhilft. Zumindest für einige Nächte stehen wir jetzt auf einem Aufstiegplatz.
Noch einen Gruß an Block A, die zu so einem doch recht blöden Termin einen Bus eingesetzt haben (Genau! auch von Lars ein herzlicher Gruß an Block A).

Kasi

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