24.02.02 SV Babelsberg 03-VfL Bochum


Als eine Art Entschädigung für das Debakel von Oberhausen hatten die Spieler sich entschlossen den Fans die Fahrt und den Eintritt für das Spiel in Potsdam zu bezahlen.
Dass sich innerhalb von nur dreieinhalb Stunden 700 Fans Karten für die Busse sicherten, damit hatte die Mannschaft sicherlich nicht gerechnet. So sollten es also 12 Busse sein die Sonntagsmorgen um 5.30 Uhr Richtung Babelsberg starteten. Allerdings blieb abzuwarten ob auch alle kommen würden, denn wenn man eine Karte für lau hat, fällt die Entscheidung morgens im Bett zu bleiben, sicherlich leichter als wenn man 30€ oder so bezahlt hat.
Ich hatte mich morgens um 3.30Uhr mit Macke und Moschner vonne "Grauen Mäuse" bei Elke verabredet, wo diese mit etwas Verspätung auch eintrafen, da sie schon einige Stunden unterwegs waren.
Wie eigentlich immer wenn Moschner bei Elke einläuft, gab es von den noch anwesenden Gästen ein "Oh nein, nicht der schon wieder" zu hören. Immer wieder nett!
Kurz vor fünf brachte uns ein Taxi dann zum Kirmesplatz, wo man mit den anderen verabredet war. Als dritter "Treuer" kam dann noch Roland dazu, während Moppel im Ultra-Bus mitfuhr.
Nachdem die Busse so nach und nach eingetroffen waren, sammelte man sich mit vielen Bekannten (BoJus, Eagles, Block A, Panther, No Name, Wilde Jungs und noch einigen anderen, insgesamt ca. 40-50 Personen) vor einem Bus und freute sich aufgrund der Besatzung auf eine lustige Fahrt. Aber denkste! Da tauchte dann ein Ordner auf, von dem in jedem Bus einer mitfuhr, und erklärte wir müssten erst die Busse in denen noch Plätze frei wären auffüllen. Also ein paar Mal zwischen den Bussen hin und her marschiert, wobei die Gruppe sich natürlich immer mehr aufteilte, bis man dann mit 6 Leuten endlich in einem Bus landete. Nett waren auch die Ordner ("Entweder ihr steigt da jetzt ein oder ihr bleibt hier, schließlich fahrt ihr umsonst mit"). So eine Pappnase, wenn der wüsste wie viel tausend Mark wir alle schon für den VfL ausgegeben haben.
Kaum saß man auf seinem Platz, wurde Moschner schon vom nächsten Ordner angemault seine Palette Krefelder müsste jetzt in den Kofferraum, da pro Person nicht mehr als 6 Dosen erlaubt wären. Kein Problem, da man diese dann aufteilte. Aber das einige jetzt deutlich mehr als die 6 Dosen hatten, störte ihn jetzt auch nicht mehr.
Kaum war der Bus losgefahren kam der nächste Hammer, von jedem der Mitreisenden wurde der Name, die Anschrift und Telefonnummer aufgeschrieben, falls etwas kaputt gehen würde.
Angeblich auf Anweisung des Vereins, da möchte ich mal wissen, was der VfL von seinen Fans denkt. Später erfuhr man allerdings das in anderen Bussen nur der Name aufgeschrieben wurde. Schon komisch. Aber genug gemeckert jetzt.
Übrigens sind glaube ich zwei Busse nicht besetzt worden, also haben sich doch einige entschlossen nicht zu fahren.
Da man ja noch eine eventuelle Spielabsage im Kopf hatte, es sollte gegen zehn Uhr entschieden werden, ob gespielt wird oder nicht, machte man sich daran die Getränke zu vernichten, da man ja nicht mittags wieder in Bochum sein wollte und die (Fan)Tasche prallgefüllt mit Getränken.
Auf der Höhe von Bielefeld fing es heftig an zu schneien und die Fahrbahn war innerhalb weniger Minuten eine schneeweiße (logisch) Fläche, was unseren Fahrer aber nicht dazu veranlasste etwas weniger Gas zu geben, sondern eher dazu noch schneller zu fahren. Dies war für uns dann noch ein Grund mehr die Getränke schneller zu vernichten, man wollte ja schließlich nicht umkommen und die Getränke liegen unverbraucht daneben.
Die Fahrt verlief eigentlich ganz zügig und nachdem man gegen zehn Uhr gehört hatte, dass die Partie stattfindet, sah man alles etwas entspannter. Gegen 12.20 Uhr traf man dann schon am Karl-Liebknecht-Stadion in Babelsberg ein, und einige machten sich beim Aussteigen gleich bei den Einheimischen beliebt, indem sie sangen "Kniet nieder wenn die Wessis kommen".
Trotzdem wurde einem die Auskunft erteilt, wo eine Kneipe ist, doch war diese wohl nicht ganz so richtig, so dass man einmal groß im Kreis lief und dann auf eine Kneipe unweit des Stadions stieß, die schon gut gefüllt war mit einigen Dutzend Bochumern und ein paar Einheimischen.
Moschner entlockte dem Spielautomaten über DM(!) 100,-, so das wir noch in den Genuss einiger Freigetränke kamen. Kurz vor dem Anpfiff um 13.30Uhr traf man dann wieder am Stadion ein, wo für die Gästefans vor einer Matschpfütze doch ganze zwei Dixiklos bereit standen, bei denen man nicht mal die Riegel vorschieben konnte(arme Frauen). Zumindest war das Bier ziemlich okay, Rex-Pils oder so ähnlich.
Es waren ungefähr 700 Bochumer unterstützt von einer Handvoll BFCer, die sich auch aufgrund der Platzverhältnisse ein mäßiges Spiel ansahen, was der VfL durch Tore von Wosz und Freier aber verdient mit 2:1 nach einem Rückstand gewann.
Stimmung war eher mäßig, aber in diesen Gästeblock wäre auch bei einem besseren Spiel kaum Stimmung reinzubringen gewesen. Übrigens waren weniger Sonntag-Fans dabei gewesen, als wohl viele erwartet haben. Die Babelsberg-Fans auf der Gegengerade konnte man durchaus einige Male vernehmen, wobei deren Fanblock vielleicht 100-150 Leute umfassen dürfte.
Nach dem Abpfiff kam die Mannschaft zum Bochumer Block und warf nach langer Zeit mal wieder die Trikots zu den Fans und kam zum Abklatschen an den Zaun. Moschner erwischte übrigens das Trikot von Toplak.
Kaum saß man nach dem Abpfiff wieder in den Bussen, die direkt vor dem Gästeblock warteten, fing auch schon ein heftiger Schneeregen an, während vorher sogar die Sonne rausschaute. Noch mal Glück gehabt würde ich sagen. Die Rückfahrt verlief ziemlich ereignislos, wobei ich einen Großteil auch verschlafen habe.
Gegen 21.00Uhr war man dann wieder in Bochum, und hatte dann noch eine ziemlich heftige Diskussion mit den Ordnern und Busfahrern, da man nicht einsah wofür die Namensliste noch gebraucht würde, da ja offensichtlich nichts passiert ist. Nachdem das dann beendet war, ging man mit einigen Leuten noch in die "Hopfendolde", um noch einige Absacker zu nehmen. Um Mitternacht war dann aber wirklich Schluss und die letzten gingen nach Hause.

Kasi

zurück